Hormone wirken auf Körper und Psyche der Frau

27. Juli 2020

Hormone bringen nicht nur chemisch verschlüsselte Nachrichten von A nach B, sondern werden am Zielort auch selbst aktiv und setzen dort Kettenreaktionen in Gang.  Wie das Nervengewebe, so bildet auch das Hormonsystem ein leistungsfähiges Nachrichtennetz im menschlichen Körper. Hormone sind kleine Moleküle die bereits in sehr geringen Mengen aktiv werden. Sie gelangen über die Blutbahn zum Bestimmungsort. Über Hormone vermittelte Informationen erreichen ihr Ziel dabei zwar langsamer als Nervenimpulse, aber ebenso wirkungsvoll.

Sie entstehen in den Drüsen, die im ganzen Körper verteilt sind:

  • Schilddrüse
  • Thymusdrüse
  • Nebennieren
  • Geschlechtsdrüsen
  • Bauchspeicheldrüse
  • Dünndarm
  • Magen
  • Fettgewebe

Die Körperzellen tragen an ihrer Außenseite Erkennungsmerkmale in Form von Molekülen. Diese Moleküle sind für bestimmte Hormone passgenau, so dass sich Hormone und Moleküle erkennen und verbinden. Sobald die Verbindung eingegangen ist, lösen sie eine Reihe von Reaktionen aus. Bestimmte genetische Informationen werden ausgelesen, Stoffwechselprozesse eingeleitet, andere Botenstoffe produziert. Die genauen Vorgänge sind bei jeder Zielzelle anders. Aber es ist fast immer eine Art Signalkette, die in Gang gesetzt wird. Vergleichbar mit einer langen, verzweigten Linie von Dominosteinen. Wird der erste Stein angestoßen, kommt eine Kettenreaktion in Gang. Am Ende der Signalkette können unterschiedliche Effekte stehen. Zum Beispiel die Zellteilung, die Bildung von Stoffwechselprodukten oder der beschleunigte Zelltod.