Es ist Murmeltierzeit

31. Oktober 2020

Jetzt ist Murmeltierzeit. Bist du bereit?

Bis zu sieben Monate am Stück halten Murmeltiere Winterschlaf und nehmen währenddessen keinerlei Nahrung auf. Sie haben sich in ihrer Erdhöhle in den Alpen zusammen gekuschelt und müssen jetzt ihren Energieverbrauch drastisch senken. Sie fahren ihren Stoffwechsel auf ein Hundertstel des Sommerniveaus zurück. Die Herzschlagfrequenz sinkt auf vier bis sechs Schläge pro Minute.

Es würde uns sicherlich nicht gut tun, den Herzschlag so drastisch, wie das schlafende Murmeltier zu senken. Es reicht oft schon aus, „etwas langsamer zu machen“. Wie gut fühlt es sich an, bei einer warmen Tasse Tee eine bewusste Pause einzulegen. Einfach nur sitzen und genießen. Einfach sein und zulassen, was gerade jetzt ist.

Erkenntnissen zufolge ist Winterschlaf auch beim Menschen möglich.
Erst vor kurzem machten Wissenschaftler der Universität Marburg eine spektakuläre Entdeckung. Sie fanden den ersten winterschlafenden Affen - eine auf Madagaskar lebende Lemurenart. Die Tatsache, dass unsere nächsten Verwandten einen Winterschlaf halten, legt die These nahe, dass diese biologische Option auch für den Menschen in Frage kommen könnte. Jedenfalls nach Meinung des Tierphysiologen Gerhard Heldmaier. "Menschen unterscheiden sich nicht so grundlegend von anderen Säugetieren", so der Wissenschaftler. "Es spricht im Grunde nichts dagegen, dass auch Menschen Winterschlafhalten."

Schaltergene entdeckt

Heldmaier, Professor an der Uni Marburg und Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Winterschlaf, war maßgeblich an einem wissenschaftlichen Durchbruch beteiligt. Er fand zwei Schaltergene, die für die Steuerung des Winterschlafs entscheidende Enzyme aktivieren oder deaktivieren. So wird der Stoffwechsel von der normalen Kohlenhydratverbrennung auf Fettverbrennung umgestellt - ein entscheidender Prozess, um im Winterschlaf Energie zu sparen. Zwei weitere Schaltergene wurden etwa vor einem Jahr von einer amerikanischen Forschergruppeidentifiziert.

Winterschläfer in Sibirien

Wer sich nichts lieber wünscht, als den Winter zu verschlafen, kann viel von einem sibirischen Volksstamm lernen, der noch vor 100 Jahren in der Gegend von Pskov gesiedelt haben soll: Wegen akuter Nahrungsmittelknappheit sammelten sich die Familien beim ersten Schnee am Feuer - und gingen schlafen. Einmal am Tag stand jeder kurz auf und aß ein Stück Brot. Nachdem das karge Mahl mit einem Schluck Wasser heruntergespült worden war, ging's zurück ins warme Bett. Volle sechs Monate genoss das Volk dieses geruhsame Dasein - bis die ersten Boten des Frühlings angekommen waren. Seinen Winterschlaf nannte es "Lotska".Die richtigen Schaltergene muss man ebenhaben...
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wissen/schlaf-auch-menschen-halten-winterschlaf-1.604023

Lockdown-Snooze

Vielleicht lohnt es sich, über einen moderierten Winterschlaf nachzudenken, den wir „Lockdown – Snooze“ nennen könnten.

Bei allen Schlaf- und Shiftdown-Varianten bleibt es wichtig, die Muskeln in Bewegung zu halten, um widerstandsfähig zu bleiben. Spätestens ab März wollen wir wieder in Saft und Kraft stehen. Oder?

Hier findest du die besten Übungen, mit der du deine Murmeltierzeit zur besten Zeit des Jahres machst und beim „Lockdown-Snooze“ körperlich und geistig in Form bleibst. Sicherlich findest du damit neue Kreativität und Lebensfreude. https://yofgo.com/